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"Roaring Twenties" - das 20er-Jahre-Projekt

Nachdem ich lange Zeit hauptsächlich Tournüren u. a. Kleider aus dem 19. Jahrhundert genäht habe, wollte ich etwas Abwechslung. Eine neu aufkommende Berliner Party lieferte dann den langersehnten Anlaß, endlich mit meinem schon seit Jahren vage geplanten 20er-Jahre-Projekt anzufangen.

Für diesen Anlaß brauche ich kein 100% authentisches Outfit, es muß nur überzeugend aussehen. Ich wollte dennoch einen gewissen Erlebniswert der Kleidung behalten, d. h. auch zeittypische Unterwäsche dazu tragen. Die Farbgebung des gesamten Outfits ist trotzdem nach meinen persönlichen Vorlieben ausgewählt. Allerdings waren die 20er eine Zeit, in der es nicht nur "Weißwäsche" gab, sondern durchaus auch genügend Exzentriker, die sich auch in der Farbgebung ihrer Kleidung und Unterkleidung von der Masse abzuheben suchten. Ganz abwegig ist ein rein schwarzes 20er-Jahre-Ensemble also nicht.

Teil 1: Wäsche
a. Der BH: Schnitt aus "Beyers großes Lehrbuch der Wäsche", Reprint der Ausgabe von 1927. Material: schwarz gefärbter Baumwoll-Karosatin, schwarze Baumwoll-Viskose-Borte, Gummiband, schwarzes Baumwollnaht- und Saumband, 4 kleine Knöpfe (Kunststoff).

In der Anleitung wurde als Material Trikotstoff vorgeschlagen. Da ich den nicht vorrätig hatte und ohnehin meine Oberweite für dieses Projekt etwas zähmen wollte, habe ich einen Rest Karosatin verwendet. Das Ergebnis ist durchaus stark genug, um wirklich alles plattzudrücken.


b) Das Hemdbeinkleid: Schnitt aus "Beyers großes Lehrbuch der Wäsche". Material: Seidentaft, Gummiband, Spitze (wahrscheinlich Poly-Viskose), kleine Knöpfe.

Das Hemdbeinkleid sieht zwar lustig aus, ist aber unglaublich bequem. Leider schlägt das Wickelkleid beim Sitzen sehr weit auf. Nur mit Hemdbeinkleid kam ich mir deshalb zu freizügig vor und habe für das Tageskleid lieber einen Leibchenunterrock gemacht. Das Hemdbeinkleid wird dann für's Abendkleid (in Planung) verwendet.


c) Der Leibchenunterrock: Schnitt aus "Beyers großes Lehrbuch der Wäsche". Material: Viskosecrepe, Spitze, Satinschleifchen.

Ich mußte den Schnitt etwas abändern, da vor allem am Ausschnitt definitiv zu viel Stoff abstand. 2 kleine Brustabnäher, und das Problem war beseitigt. Nebenbei sitzt es jetzt auch besser aus vorher.


Teil 2: Tageskleid.
Schnitt von PastPatterns. Material: Viskosecrepe, Einsatz aus Seidentaft, Gürtelschnalle und Knöpfe aus Kunststoff.
Das Kleid ist gewickelt und wird vorn links geschlossen. Auf der Gegenseite ist noch ein verborgener Knopf, damit man sich nicht aus Versehen auswickelt. Das Kleid ist ungefüttert.

Den Gürtel habe ich entgegen der Anleitung vorsichtig am Kleid festgenäht, da er durch den flutschigen Stoff leicht verrutscht. Ohne Gürtel sieht das Kleid auch ohnehin seltsam aus.


Alle Bilder gibt es hier:
http://www.pixum.de/viewalbum/?id=2116790
15.7.06 20:48





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