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Viktorianischer Wintermantel

Ich habe mir einen nürchentauglichen Wintermantel genäht (damit ich auch im Winter mal im Kostüm raus kann). Ich habe den Talma Wrap von TV gemacht (TV500), Oberstofff ist schwarzer Kaschmir (bestimmt nicht 100% - aber bei dem Stoff und dem Preis mußte ich das einfach haben), Interlining Baumwollflanell, Futter schwarz gefärbte Baumwoll-Leinwand von Stoffamstueck. Verziert ist das Ganze mit der restlichen Fransenborte von meiner lila Polonaise und schwarzen Jacquard- und Posamentenborten vom grünen Ballkleid. Die Posamentenknöpfe sind vom Flohmarkt.



Die Knopflöcher sind handgestickt, da meine alte Nähmaschine keine abgerundeten kann und die neue Maschine noch nicht da war.
Der Talma ist supersimpel zu nähen, ich mußte überhaupt nichts ändern, es ging wirklich in einem Rutsch durch. Das Mäntelchen trägt sich wunderbar und ist komplett winddicht. Aus den Resten habe ich noch einen Muff gemacht, der aber noch fotografiert werden muß.
Und hier ist der Gruftiwintertraum (ich habe diesmal sogar die einzelnen Arbeitsschritte mitfotografiertt, bei Fragen einfach an mich wenden):

http://www.pixum.de/viewalbum/?id=2007319
12.1.06 09:11


"Wannsee"

Es gibt wieder was Neues aus Asters Restekiste.



Das Kleid besteht aus einem Rest braun-weiß gestreiftem Baumwollfischgrat und Möbelborten (blaue Spitze und Samtband). Oberteilschnitt ist TV400 (Day Bodice), Oberrock ist improvisiert, der schwarze Unterrock war von meiner Polonaise noch vorhanden. Ein passender brauner Unterrock ist in Arbeit und wird hoffentlich nachher fertig-
Das Ensemble ist komplett mit Baumwollbatist gefüttert, das Oberteil mit Jeans. Alte Glasknöpfe vom Flohmarkt, Borten von meiner Tante.

Hier die Bilder:
http://www.pixum.de/viewalbum/?id=1917737

(A-Info: Borten und Nähgarn sind aus Poly, die Knöpfe aus den 1920ern, außerdem habe ich ein Dampfbügeleisen und eine Nähmaschine aus den 1970ern benutzt und die Kanten direkt nach dem Flatlining mit Zickzack versäubert. Das Oberteil ist nicht "modern" gefüttert (nur die Ärmel), die Nahtzugaben sind mit Schrägband verdeckt (s. die Bilder vom Piano-Projekt).)
27.10.05 10:43


Grünes Ballkleid

Die Schnitte sind von Truly Victorian, das Oberteil ist TV416 "1870s Ballgown Bodice", Basisrock TV225 "1878 Fantail Skirt", Oberrock TV326 "1880 Hermione Overskirt".
Material: Dupionseide; gefüttert mit Baumwollbatist (Besätze, Oberrock, Basisrock vorn, Ärmel), Jeans (Oberteil) bzw Baumwollköper (Schleppe). Die Perlfransen und die Applikation am Oberrock sind von Fantasy, die schwarze Jacquardborte am Unterrock von meiner Tante, die kleinen Glasknöpfe vom Flohmarkt.



Hier nun endlich der Link:
http://www.pixum.de/viewalbum/?id=1836025

Das Kleid ist katastrophengetestet und hält sowohl Prügeleien als auch Wolkenbrüche, Lästereien und diverse andere Odysseen aus. Ich mutiere darin zum Tier, höhö. Zumindest passiert immer irgendein Mist, wenn ich das Teil anziehe.
Wenn jemand weiß, wie man den offensichtlichen Fluch aus dem Ding rauskriegt (und damit meine ich nicht, daß ich es ausziehe, damit es wieder ein liebes Kleid ist), nur her damit
22.8.05 10:39


AP Reception Dress - WGT 05

Mein neues Outfit für das Wave Gotik Treffen 2005. Der Schnitzt ist von Ageless Patterns ("1878 Figured Bourette Reception Dress"). Leider hatte ich mit dem Schnitt einige Probleme, da einige Schnitteile (nämlich der gesamte Unterrock) und etwa die Hälfte der Markierungen auf dem Oberrock fehlten. Als Unterrock habe ich daher den Unterrock mit Schleppe von Laughing Moon verwendet und mit einer Plisseeborte verziert.
Der Hut ist nach einem Schnitt von Wingeo ("Perky Little Hat"), Rohling gebaut aus Heavy Buckram mit Hutdraht, dann bezogen und dekoriert.
Die Tasche habe ich frei Hand zugeschnitten und zusammengepusselt.



Das Kleid ist aus dünnem Baumwoll-Hemdenstoff. Alle Teile wurden daher gedoppelt (Oberteil mit Jeans, Rock, Plisseeborte und Ärmel mit schwarzem Batist), um dem Stoff etwas mehr Stand zu geben. Kragen, Maschetten und Besatz am Oberrock sind aus schwarzem Satin.
Ich habe zu diesem Kleid auch noch ein neues Korsett gemacht (LM Silverado), von dem es aber bisher nur ein halbfertig-Foto gibt. Sobald ich meinen Mann dazu überredet habe, mich nochmal ins Korsett zu packen und Fotos davon zu machen, gibt's hier mehr.

Und hier nun der Link zu den Fotos:

http://www.pixum.de/viewalbum/?id=1727083
21.5.05 10:34


"Das Piano" - Krinoline

Mein Projekt ist ein schwarzes Krinolinenkleid a la "Das Piano". Im Einzelnen sind das (da ein Korsett schon vorhanden ist):
- Drawers
- Chemise
- Käfigkrinoline
- Over-the-Hoop-Petticoat
- Oberrock
- Oberteil
- Hut
- Handschuhe




Im Gegensatz zur Vorlage wollte ich auch die Unterwäsche in schwarz machen. Erstens guckt dann nicht plötzlich was Weißes unter'm Rocksaum hervor, zweitens ist das für mich leichter zu waschen, da ich eh' fast nur schwarze Klamotten habe.

Als erstes habe ich die DRAWERS gemacht (wie heißen die eigentlich auf deutsch? Beinkleid?). Hier gab es schon das erste Problem: Keinen schwarzes Stoff in der passenden Qualität und Preisklasse. Daher sind sie grau geworden. Ich hatte mehrere Schitte zur Auswahl und habe mich dann für den aus dem McCall's-Costumes-Reifrockset entschieden (No. 3609). Die Drawers waren sehr einfach zu nähen, nur bei den Kappnähten habe ich geflucht weil ich sowas noch nie gemacht hatte. Insgesamt habe ich einen Vormittag dafür gebraucht (nur Nähen, den Zuschnitt hab ich am Abend vorher erledigt). Irgendwie mußte ich mich ja beschäftigen, während der Hausmeister meinen Waschmaschinenanschluß installiert hat
Verziert sind die Drawers mit einer schwarzen Spitzenrüsche an den Beinabschlüssen (alte schwarze Baumwollspitze von meiner Omi), die Rüschennaht ist mit einem aufgesteppten schwarzen Taftband verdeckt, das gleichzeitig auch den Tunnel für das schwarze Satinband zum Zubinden (Schleifchen sind fixiert) bildet. Und weil der Hausmeister noch nicht fertig war, kam an den Bund auch noch ein Taftband hin
Die Kappnähte sind zwar stellenweise etwas schief, aber ich finde die Drawers (sehr zum Entsetzen meines Mannes) echt niedlich.

Danach kam die KÄFIGKRINOLINE. Auch hier hatte ich wieder ein Farbproblem. Der Köper für Tunnel, Schnürbund und "bag" ist dunkelblau. Stretch ist es auch noch, aber das habe ich erst beim Nähen gemerkt.
Ich habe den "Round Cage Crinoline"-Schnitt von Truly Victorian verwendet (TV141). Allerdings habe ich die obersten 2 Reifen etwas länger gemacht, da ich eine Kuppel- statt einer Kegelform wollte. Den Bund habe ich ebenfalls (nach Ginnys Vorbild) geändert und einen breiteren mit Schnürung verwendet.
Die Längsbahnen bestehen aus doppelt gelegtem (schwarzem; aber das fällt zum Glück nicht sehr auf) Saumband.



Das "bag" war noch sehr leicht zu nähen, bei den Längsbändern gab es auch keine Probleme. Die Zwischenräume für die Tunnel sind im Schnitt eingezeichnet und die Anleitung ist verständlich und vollständig.
Den Schnürbund habe ich aus 2 Lagen Köper genäht, von denen ich eine der Länge nach mit Saumband verstärkt habe, um den Stretcheffekt wegzubekommen. Im Bund sind 4 kurze Spiraldrahtstäbe eingearbeitet, damit er sich nicht rollt. Die obere Kante ist mit schwarzem Schrägband versäubert. Für die Schnürung habe ich für's Erste Anorakkordel verwendet; leider wird so der Knoten sehr dick. Damit das nicht so aufträgt, werde ich noch ein schmaleres Band suchen.
Die Reifen sind in Tunnel aus Köper eingenäht. Ich habe "bag", Längsstreifen und Schnürbund aneinandergenäht und die Reifen dann von unten nach oben auf der Schneiderpuppe eingefädelt. So konnte ich auch besser austüfteln, um wieviel länger die obersten zwei Reifen sein durften, ohne daß es ausbeult.
Die Reifenenden habe ich mit Isolierband aneinandergeklebt, die Tunnel dann von Hand zum Kreis zusammengenäht.
Nach dem Geraderücken und Ausbalancieren der Reifen kam dann der wirklich nervige Teil: Zusammennähen von 48 Verbindungsstellen aus Längsstreifen und Quertunneln von Hand. Da ich nur abends nach der Arbeit nähen konnte, habe ich allein daran eine Woche lang gesessen. Insgesamt dürfte die Krinoline ca. 2-3 Wochen Zeit gebraucht haben.
Die fertige Krinoline hat einen Saumumfang von 3,20m.

Den PETTICOAT-Schnitt habe ich selber berechnet (3mal Taillenweite plus 2cm pro Rockbahn, 5,5m Saum). Da der Stoff (schwarze Viskose, endlich was Schwarzes!) aber zu flutschig war, um direkt darauf zu zeichnen, habe ich einen Papierschnitt gemacht. Der Rock hat 4 Bahnen und wird in der linken Seitennaht mit 2 Haken und Ösen geschlossen. Am oberen Ende habe ich einfach alles auf Taillenweite angeräuselt. Am unteren Ende ist noch eine ca. 30cm breite (und 12m lange... Aaaargh!!) Rüsche angenäht, damit der Oberrock später nicht beim Gehen unter die Krinoline klappt.
Bei der ersten Anprobe mit Oberrock habe ich dann leider festgestellt, daß sich Reifen Nr. 3 (von oben aus gesehen) doch recht stark durchdrückt. Also habe ich auf Höhe von Reifen 2 noch eine Rüsche angenäht, die dann Reifen 3 verdeckt. Jetzt geht's, aber ich kann keine Rüschen mehr sehen. Für den Petticoat habe ich (dank Urlaub, juhu!) etwa 2-3 Tage gebraucht.

Während des großen Petticoat-Rüschen-Frustanfalls habe ich dann kurzerhand noch eine CHEMISE aus schwarzem Baumwollbatist genäht. Der Schnitt ist aus "Ladies' Victorian Underwear" von Laughing Moon (#100). Die Passe war echte Schwerstarbeit, dafür sind mir diesmal die Kappnähte (sind in der Anleitung nicht vorgesehen, habe sie aus Komfortgründen trotzdem gemacht) besser gelungen. Die Anleitung läßt leider sehr zu wüschen übrig; den Teil mit der vorderen Mitte der Passe hab ich nicht verstanden, und was den Verschlus vorne angeht, steht überhaupt nichts mehr drin. Ich habe dann vorne 3 kleine Blusenknöpfe angenäht. Hals- und Armausschnitte und Saum sind mit schwarzer Wäschespitze besetzt, über dem Saum sind 3 Biesen (vorgesehen sind 6, aber dann wäre mir die Chemise zu kurz geworden).
Unter den Achseln ist die Chemise ziemlich eng, aber vielleicht ist das so Absicht und unter'm Korsett ganz ok.
Insgesamt bin ich dann doch stolz auf meine erste Chemise, auch wenn meine Uroma wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würde, weil doch einiges schief ist. Aber immerhin ist sie in nur einem Tag fertig geworden.

Der OBERROCK (schwarzer Baumwollchintz) ist nach demselben Schnittprinzip gemacht wie der Petti: 3mal Taillenweite, 5m Saum. Auch hier wieder 4 Bahnen, in der rechten Seitennaht ist eine Tasche, in der linken der Verschluß (diesmal 3 Haken und Ösen, damit sich nichts verzieht). Das obere Ende ist in Falten gelegt. Ich habe mich gegen eine Dogleg-Closure entschieden. Erstens gibt es eine Szene im Film, in der man sieht, daß Adas Oberteil nicht am Rock befestigt ist (es kann natürlich sein, daß das Kleid hier dem Drehbuch angepaßt ist und nicht umgekehrt), zweitens wußte ich nicht, wie ich einen "darted bodice" sinnvoll am Rock festnähen kann, ohne die "darts" in Mitleidenschaft zu ziehen. Noch ist es ja nicht fertig, vielleicht finde ich noch eine Lösung. Sonst bleibt es eben ein Zweiteiler.
Der Rock ist noch nicht gesäumt. Arbeitszeit bisher: Ca. 2 Tage (das Faltenlegen klappte erst im 3. Anlauf).

Das OBERTEIL wird wahrscheinlich für einen Aufschrei der Reenacter sorgen. Ich habe nämlich einen abgeänderten Nürchenschnitt ("1871 Day Bodice", TV 400) verwendet. Ich habe das Schößchen weggelassen und stattdessen vorne und hinten je 2 kleine Zacken geschnitten. Die Ärmel sind eine Kreuzung aus besagtem TV400 und der "1873 Polonaise" (TV410). Ich wollte ziemlich schmale Ärmel, die nach unten leicht ausgestellt sind und definitiv keine Pagodenärmel, die sind mir zu wuchtig.
Der Oberstoff ist der schwarze Baumwoll-"Taft", aus dem auch der Rock besteht, das Interlining ist dunkelblauer Jeansstoff. Ich möchte das Oberteil nicht füttern, sondern nur die Kanten mit Besatz aus Futterstoff versäubern (wer einmal einen heißen Festivaltag in einem hochgeschlossenen schwarzen Kleid mit Korsett drunter in einer Konzerthalle verbracht hat, ist froh um jede nicht vorhandene Stoffschicht...)
Bisher sind die Einzelteile aneinandergenäht und die Ärmel (die sind natürlich gefüttert, mit schwarzem Baumwollbatist; würde sonst doof aussehen und nicht richtig fallen) eingesetzt. MIT Paspel (Paspelschnur habe ich aus Häkelgarn geflochten). Die Besätze fehlen noch, evtl. muß ich auch noch die Abnäher enger machen. Ich hoffe, daß ich mein Männlein heute noch wach kriege, damit er mir bei der Anprobe helfen kann.

Ich habe, um das Familienfeierwochenende halbwegs zu überstehen, noch ein paar schwarze DRAWERS (LM100, die mit dem spitzen Bund) genäht. Allerdings habe ich den Handnäh-Plan dann sofort wieder aufgegeben, als ich mit meinen angefangenen Drawers wieder zuhause war. So sind jetzt also nur die Biesen von Hand genäht, der Rest mit der Maschine.
Aber ich habe jetzt zusammenpassende Unterwäsche *g*

Das OBERTEIL hat vorne 13 bezogene Knöpfe, hinten nochmal 3 kleinere als Verzierung auf der Mittelnaht. Die Ärmel habe ich mit schwarzem Band und etwas schwarzer Spitze verziert, die kleinen Zacken am Saum vorn und hinten mußte ich nochmal mit etwas Satinschrägband einfassen, da ich den Besatz nicht ganz sauber hinbekommen habe. Für den Kragen wollte ich eigentlich noch etwas "Größeres" machen, da mir aber die Zeit davonlief, habe ich einfach nur etwas Spitze angenäht. Sollte ich irgendwann eine andere Idee haben, trenne ich die Spitze wieder ab.
Innen habe ich die Nahtzugaben mit Schrägband eingefaßt, da der Jeansstoff, den ich als Zwischenfutter verwendet habe, doch stark ausfranst. Sonst hätte ich mir die Arbeit wohl nicht gemacht *ächz*

Zum Schluß habe ich dann noch einen HUT gebaut. Dazu habe ich den 1795-1825 Bonnett-Schnitt von Wingeo (#710) abgewandelt. Der Schnitt hatte zuerst zu wenig Krempe und ein zu steil nach oben stehendes Hutteil für meinen Geschmack.
Der Hut besteht aus Heavy Buckram mit Hutdraht, außen mit dem Oberstoff des Kleides, innen mit weißer Baumwolle bezogen. Der weiße Stoff ist an der Innenseite der Krempe angekräuselt; eigentlich wollte ich ihn wie in der Vorlage auch noch an der Krempe dem Verlauf des Drahtes nach festnähen, habe das aber nicht zufriedenstellend hinbekommen und daher lieber weggelassen.
Die Hutkrempe ist mit schwarzem Satinschrägband eingefasst. Die restliche Hutdeko besteht aus schwarzem Taft- und Satinband. Die schwarze Zickzack-Stickerei an der Krempe der Vorlage ist auch meinen limitierten Möglichkeiten (nicht rechtzeitig geeignete Sticknadeln aufgetrieben... ) zum Opfer gefallen; vielleicht hole ich auch das noch nach.

Endlich sind auch die Fotos fertig.
Die Bilder von der Rückansicht des fertigen Kleids haben mich dann aber doch schockiert bzw. schwer enttäuscht. Das Oberteil wirft Falten, wo definitiv keine sein sollen.... Ich werde beim nächsten Mal bestimmt nicht auf die Aussagen meines Schatzes hören... ("Wirft das da irgendwo Falten" - "Nööööööö, gar nicht!"), sondern mir hier irgendwo ein paar Spiegel hinbauen.
Ansonsten trägt und transportiert sich das Monster dann doch leichter als erwartet. UND es hat sogar jemand das Piano erkannt *ggg* Auf der Tanzfläche fühlte ich mich allerdings wirklich zeitweilig wie ein kenternder Öltanker bei Windstärke 12....
Der Hut Marke "Ofenrohr mit Schaufenstermarkise" hat aber die meisten Blicke geerntet *har har*. Ich darf mich jetzt zum "Club der komischen Kopfbedeckungen" zählen

Und hier ist der Link zu den Bildern (sorry für die Qualität; in Asters Bude ist es dunkel und eng....):

http://www.pixum.de/viewalbum/?id=1678927
5.4.05 10:00


Christbaum

Diese Kleider waren vor ein paar Jahren ein Gag für einen Weihnachtsball. Die Zutaten: Diverse Dekostoffe (Gardine, Chintz (Ich liebe Ikea)), Geschenkband, Lametta, Christbaumkugeln...



Wir hatten eine Menge Spaß damit und waren der Schocker des Abends ;-)

http://www.pixum.de/viewalbum/?id=1506808
4.11.04 09:40


Lila Polonaise

Nach langer Pause nach dem Pralinenschachtelprojekt kam dann im Herbst 2004 das erste "ernsthafte" historische Kleid. Aus Geldmangel habe ich allerdings Stoffe für 1 Euro den Meter aus dem Schlußverkauf der historisch korrekten Materialwahl vorgezogen, so wirklich 100% ernsthaft war ich also nicht ;-)



Mehr Fotos hier: http://www.pixum.de/viewalbum/?id=1506800

Ganz untendrunter ist eine TV101-Tournüre. Der Basisrock ist TV201, mit Perlenstickerei über der Rüsche. Die Polonaise selber: TV 410. Zeitlich einzuordnen ist das Ganze in die 1870er (frühe Tournüre), durch die Materialwahl allerdings fällt das Etikett "authentisches historisches Kostüm" weg ;-)

Als besonderer Clou sind die Bänder, die das Geraffsel hinten auf der Innenseite halten, angeknöpft... so kann man das Dings dann nach dem Waschen auch bügeln und muß sich nicht mit den ganzen Drapierungen abquälen.
Der Hut ist Marke Eigenbau, genauso wie die Tasche. Der Taschenbügel stammt aus dem Fundus meiner Omi. Das Korsett ist hier noch ein gekauftes Vollers in schwarzem Satin.

Material: Nüre aus schwarzem Ditte, Basisrock aus Microfaser mit Posamentenborte und Rocailles/Stäbchenperlen. Polonaise aus Baumwoll-Elasthan-Gemisch, Futter Viskose, Interlining Jeans. Posamenten- und Fransenborten aus Poly-Viskose, Knöpfe aus Metall. Hut: Mehrere Lagen extradicke Vlieseline und Blumendraht, Oberstoff und Futter des Kleides, Posamentenborte und Taftband.

Und.... der Test hat ergeben! Man kann darin tanzen und sieht NICHT aus wie Daisy Duck bei Orkanböen *gggg*
25.10.04 09:27


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