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Pagan I

Noch etwas Resteverwertung aus dem Sommer. Das Unterkleid ist aus Baumwolleinwand (Fehlfärbung; sowas passiert wenn man verpennt, daß man färben wollte und es erst schnallt, nachdem das ganze Fixiersalz schon durchgespült ist.... Simplicol schwarz plus Speseisalz ergibt - hellblau ;-)), Schnitt ist ein abgewandelter Folkwear-Princess-Slip (siehe Sommerkleidchen 06), Ärmel und Kapuze sind von einem T-Shirt abgeguckt, das bei mir im Schrank hängt. Verdeckte Knopfleiste im Rücken. Das Oberkleid ist ein eingefärbtes Ikea-Bettlaken, gleicher Grundschnitt, Seitennähte offen gelassen und geschnürt.



Hellblaue Handstickerei (erster Versuch... war mehr geplant, aber das hat mir erst mal gereicht ;-)). Die Stickerei ist der Grund, warum es nicht schon im Sommer fertig wurde ;-)

Alle Bilder sind hier:
https://fotoalbum.web.de/gast/asterchen/pagan_1
20.1.07 14:56


Rokoko - La Pleureuse

Die Robe ist komplett!



Ich plane zwar schon seit Jahren ein Rokoko-Kleid, habe es aber bislang nicht umgesetzt. Aufgrund einiger persönlicher Veränderungen hat es mich dann doch überkommen. Ich wollte das Kleid vom Tagegefühl her weitgehend authentisch machen, allerdings habe ich die Nähte, bei denen es möglich war, mit der Maschine genäht, Polyester-Garn verwendet und Baumwollstoff als Material genommen. Die Farbe ist nicht einmal so unauthentisch, es gab in der Tat schwarze Roben; Maria Theresia beispielsweise hat nach dem Tod ihres Mannes als Zeichen ihrer Trauer nur noch schwarz getragen. Allerdings war auch bei Trauerkleidung die Unterwäsche weiß, ebenso wie Spitzenrüschen am Ärmel (Engageantes). Ich wollte trotzdem alles schwarz haben. Da ich noch 15 m Baumwollsatin hatte, habe ich diesen als Material genommen. Um nochmal einen neuen Stoff zu besorgen (Seidentaft o. ä.) waren meine Finanzen zu knapp. Es ist also daher eine vom Tragegefühl und vom Ankleideprozedere her authentische Robe in unauthentischer Baumwolle geworden ;-)

Die Bestandteile im einzelnen:

Chemise: Schnitt nach www.marquise.de Material: Baumwoll-Leinwand, Halsausschnittrüsche aus selbst(maschinen)besticktem Baumwollbatist. Durchgehend mit Kappnähten gearbeitet (auch an den Unterarmkeilen, auf die bin ich wirklich stolz ;-))

Schnürbrust:Schnitt von JP Ryan, Material Dupionseide, Baumwoll-Leinwand, Baumwoll-Köper. Vollversteift mit Federstahl, Spiraldraht und Plastikfischbein (Resteverwertung). Unauthentische Metallösen (habe meinen handgestickten nicht getraut und hatte keinen Nerv, durch diese vielen Stofflagen zu sticken... *grusel*)


Anstandsunterrock: Gerades Rechteck, oben gekräuselt an Taillenband gesetzt. Material: Baumwolleinwand.

Poschen/Pocket hoops: Schnitt nach www.marquise.de Material: Baumwollköper, Federstahl, Baumwoll-Saumband. An einer Seite mit Schlaufe geschlossen.

Unterröcke (2 Stück): Schnitt nach JP Ryan. Material. Baumwoll-Leinwand, Baumwoll-Saumband. Beidseitig mit Schlaufen geschlossen. Da die Rockfalten leider über den Poschen immer glatt fielen, habe ich an den Seiten auf Höhe zwischen den obersten beiden Reifen Tunnel aufgesteppt und Bänder zum Zubinden durchgezogen. Jetzt kann man die Falten fixieren, die Reifen tragen nicht mehr auf.

Jupe: Schnitt nach JP Ryan. Material: Wie Robe, verziert mit Boxpleats-Rüsche auf der Vorderseite. Beidseitig mit Schlaufen geschlossen.

Robe: Schnitt von JP Ryan, Material Baumwollsatin, Baumwolleinwand, Baumwollband, Federstahl. Verziert mit Boxpleats-Rüsche. 2 Ärmelvolants, Engageantes aus selbst(maschinen)besticktem Baumwollbatist. Schnürlöcher am Futter handgestickt.

Stecker: Schnitt von JP Ryan, Material Baumwollsatin, Baumwollköper, Baumwolleinwand, Federstahl. Verziert mit Boxpleats-Rüsxchen und Posamentenborte. Laschen zum Feststecken aus Baumwoll-Saumband (die untere liegt leider etwas zu tief und nicht mehr am Robenfutter, sondern am Rockbund auf. Wenn ich nochmal einen Stecker mache, werde ich darauf achten.)

Halsband/Medici: Ohne Schnitt aus selbst(maschinen)besticktem Baumwollbatist und Taftband. Mit Haken und Öse geschlossen.



Ursprünglich wollte ich die Robe noch bedeutend dramatischer dekorieren (Posamenten, Stoffblumen bzw. Chenillestickerei). Vielleicht mache ich das auch noch. Da ich die Robe aber unbedingt am 23.12. anziehen wollte, gab es erst einmal die abgespeckte Version.

Insgesamt trägt sich die ganze Menge an Stoff erstaunlich angenehm. Die Schnürbrust engt nicht ein, zwickt nicht und stört nicht beim Atmen, die Robe ist trotz schwerem Material und Rückenfalten nicht zu schwer und zieht nicht im Rücken. Ändern mußte ich allerdings das Armloch; da die Robe dem Zeitideal entsprechend mit einem sehr schmalen Rückenteil geschnitten ist, waren die Armlöcher ohne Änderung so eng, daß ich mich kaum bewegen konnte. Ich habe sie etwas erweitert, jetzt kann ich zwar immer noch keine Hanteln stemmen oder Zimmerdecken streichen, aber sowas tut man in Robe ja auch nicht ;-)



Für die Frisur auf den Fotos geht ein ganz großer Dank an Bine, die sich mit sehr großer Geduld und viel Geschick durch die Anleitung gewühlt hat :-)

Alle Bilder sind hier:
https://fotoalbum.web.de/gast/asterchen/la_pleureuse
22.1.07 12:25


Gräfin Dulova

Mal wieder ein Kleid angelehnt an die Tournürenmode, diesmal die Zeit der frühen Tournüre (1870er).
Schnitte von Truly Victorian. Material pflaumenfarbener Baumwollsatin, schwarze Stickereiborten, Zackenlitze und Baumwollspitze. Schleppe mit Köper verstärkt, Rocksaum mit Kordel und innenliegendem Ripsband.



Das Oberteil hat 3/4-Ärmel und einen tiefen Ausschnitt, das Ensemble wäre also (wenn das Material historisch korrekt wäre ;-)) als Dinner- oder Theaterkleid zu tragen. Für tagsüber ist es zu gewagt, für große Abendveranstaltungen zu schlicht.

Damit die Schleppe des Kleides auch genügend Stütze hat, habe ich extra noch einen neuen Unterbau genäht. Die neue Tournüre (Schnitt von Laughing Moon) ist nach hinten verlängert und hat ein ausgestelltes Schleppenteil. Durch die innenliegende Schnürung hält sie ihre Form; macht man die Schnürung auf, läßt sie sich zusammenlegen und im Schrank verstauen. Leider ist das Sitzen mit diesem Unterbau etwas schwierig, da er sich nicht wie meine anderen Tournüren nach oben zusammenklappt. Material: Ikea-Bettlaken, Schrägband und Federstahl.



Alle Bilder sind hier: http://www.pixum.de/viewalbum/?id=2290287
18.10.06 18:23


Sommerkleider 06

Diesen Sommer hatte ich keine Lust, etwas Historisches zu machen. Stattdessen gab es Alltagstaugliches: 4 Sommerkleider nach einem edwardianischen Unterwäscheschnitt. Die Kleider sind aus Nessel, Stickerei an Saum und Halssausschnitt ist mit der Maschine gemacht. Nach Fertigstellung wurde mit Simplicol in der Waschmaschine gefärbt.

Die Kleidchen tragen sich bei Hitze wunderbar. Deshalb (und weil ich mich nicht auf eine Farbe einigen konnte) sind es auch gleich so viele geworden (und 2 weitere sind noch in Planung).



Für diverse Sommerkleidungsstücke hatte ich 9 m Halbleinen gekauft und sie in einem Anfall von Größenwahn komplett zum Färben in die Waschmaschine gegeben. Jetzt weiß auch ich es: 9m auf einmal färbt mein Toplader nicht ;-) Die mittleren 2,5 m wurden nicht durchgehend schwarz, sondern schwarz mit blau-weißen Einsprengseln. Ehrlich gesagt fand ich den Effekt so toll, daß ich mir diesen Teil der Bahn sofort für ein Sommerkleid unter den Nagel gerissen habe. Immerhin würde ich, wenn ich so ein Muster absichtlich produzieren wollte, ewig dafür brauchen, und da ich gerade ohnehin auf dem Heya-Heya-Hippie-Trip bin... ;-)



Das Kleid ist in einem Stück geschnitten (keine Schulternähte), hat vorn 2 und hinten 3 Abnäher und eine Tasche in der rechten Seitennaht. Die Stickerei an Arm- und Halsausschnitten und am Saum ist mit der Maschine gemacht. Statt Schnürösen habe ich für die Schnürung am Ausschnitt Knopflöcher gemacht, das Band ist simples schwarzes Baumwollnahtband.
Leider ist es etwas zu kurz geraten. Um wenigstens noch ein paar Zentimeter Länge retten zu können, habe ich sn Stelle eines normalen Saumes die untere Kante mit Schrägband eingefaßt.

Das Kleid trägt sich sehr angenehm und ist schön luftig - und garantiert ein Unikat ;-)

Alle Sommerkleider sind hier: http://www.pixum.de/viewalbum/?id=2291328
18.10.06 18:21


Unterwäschekollektion

Natürlich hat ein historisches Kostüm mehrere Schichten, sonst würden die Oberkleider nicht sitzen und die Silhouettte würde nicht stimmen.

Hier ist alles, was ich bisher an Wäsche, Korsetts und Rockunterbauten gemacht habe, quer durch die Epochen gesammelt.

Zu sehen sind:
Eine "Fischschwanztournüre" für Kleider der späteren Tournürenzeit (ca. 1880er): Baumwollköper, Batiststickerei, Federstahl. Schnitt von Nehelenia-Patterns.

Eine Käfigkrinoline (1860er): Baumwollköper, Saumband, Federstahl, Schnitt von Truly Victorian.

Ein Petticoat für die späte Tournürenzeit, getragen über besagtem Fischschwanz: Baumwoll-Leinwand und Wäschespitze, Schnitt von Truly Victorian.

Ein edwardianisches Unterkleid (1900-1910): Baumwollbatist, Wäschespitze, Satinband; Schnitt von Folkwear.

Eine frühe Tournüre (1870er): Baumwollstoff (Ditte) und Federstahl,,, Schnitt von Truly Victorian.

Viktorianisches Unterwäscheset (Chemise und Drawers) mit 2 Korsetts: Baumwollbatist, Chintz, Jeans als Innenfutter, Satinband, Korsettstahl, Spitze, Satinband; Schnitte von Laughing Moon.



Die Tatsache, daß meine gesamte Unterwäsche schwarz ist, führt immer wieder zu Diskussionen ;-) Historische Wäsche war hauptsächlich weiß. Das hat einerseits mit den moralischen Vorstellungen früherer Generationen zu tun (anständige Leute haben nun mal blendend weiße Wäsche), andererseits mit den Möglichkeiten, die Wäsche zu waschen. Wenn man Kleidung wirklich sauberkriegen wollte, blieb nur die Kochwäsche im Kessel, mit Kernseife, Scheuersand und Natron. Das hält keine Farbe auf Dauer aus ;-)
Da ich aber einerseits ganz frech mit der Waschmaschine und modernen Waschmitteln arbeite und andererseits weiße Wäsche bei spätestens 2mal Tragen völlig gelb wird (was nie mehr rausgeht, egal wie sehr ich bleiche oder scheuere), mache ich stur weiter gruftig schwarze Wäsche ;-)

Und hier geht's zur Fotogalerie:
fotos.web.de/asterchen/unterwaesche
16.9.06 09:53


"Roaring Twenties" - das 20er-Jahre-Projekt

Nachdem ich lange Zeit hauptsächlich Tournüren u. a. Kleider aus dem 19. Jahrhundert genäht habe, wollte ich etwas Abwechslung. Eine neu aufkommende Berliner Party lieferte dann den langersehnten Anlaß, endlich mit meinem schon seit Jahren vage geplanten 20er-Jahre-Projekt anzufangen.

Für diesen Anlaß brauche ich kein 100% authentisches Outfit, es muß nur überzeugend aussehen. Ich wollte dennoch einen gewissen Erlebniswert der Kleidung behalten, d. h. auch zeittypische Unterwäsche dazu tragen. Die Farbgebung des gesamten Outfits ist trotzdem nach meinen persönlichen Vorlieben ausgewählt. Allerdings waren die 20er eine Zeit, in der es nicht nur "Weißwäsche" gab, sondern durchaus auch genügend Exzentriker, die sich auch in der Farbgebung ihrer Kleidung und Unterkleidung von der Masse abzuheben suchten. Ganz abwegig ist ein rein schwarzes 20er-Jahre-Ensemble also nicht.

Teil 1: Wäsche
a. Der BH: Schnitt aus "Beyers großes Lehrbuch der Wäsche", Reprint der Ausgabe von 1927. Material: schwarz gefärbter Baumwoll-Karosatin, schwarze Baumwoll-Viskose-Borte, Gummiband, schwarzes Baumwollnaht- und Saumband, 4 kleine Knöpfe (Kunststoff).

In der Anleitung wurde als Material Trikotstoff vorgeschlagen. Da ich den nicht vorrätig hatte und ohnehin meine Oberweite für dieses Projekt etwas zähmen wollte, habe ich einen Rest Karosatin verwendet. Das Ergebnis ist durchaus stark genug, um wirklich alles plattzudrücken.


b) Das Hemdbeinkleid: Schnitt aus "Beyers großes Lehrbuch der Wäsche". Material: Seidentaft, Gummiband, Spitze (wahrscheinlich Poly-Viskose), kleine Knöpfe.

Das Hemdbeinkleid sieht zwar lustig aus, ist aber unglaublich bequem. Leider schlägt das Wickelkleid beim Sitzen sehr weit auf. Nur mit Hemdbeinkleid kam ich mir deshalb zu freizügig vor und habe für das Tageskleid lieber einen Leibchenunterrock gemacht. Das Hemdbeinkleid wird dann für's Abendkleid (in Planung) verwendet.


c) Der Leibchenunterrock: Schnitt aus "Beyers großes Lehrbuch der Wäsche". Material: Viskosecrepe, Spitze, Satinschleifchen.

Ich mußte den Schnitt etwas abändern, da vor allem am Ausschnitt definitiv zu viel Stoff abstand. 2 kleine Brustabnäher, und das Problem war beseitigt. Nebenbei sitzt es jetzt auch besser aus vorher.


Teil 2: Tageskleid.
Schnitt von PastPatterns. Material: Viskosecrepe, Einsatz aus Seidentaft, Gürtelschnalle und Knöpfe aus Kunststoff.
Das Kleid ist gewickelt und wird vorn links geschlossen. Auf der Gegenseite ist noch ein verborgener Knopf, damit man sich nicht aus Versehen auswickelt. Das Kleid ist ungefüttert.

Den Gürtel habe ich entgegen der Anleitung vorsichtig am Kleid festgenäht, da er durch den flutschigen Stoff leicht verrutscht. Ohne Gürtel sieht das Kleid auch ohnehin seltsam aus.


Alle Bilder gibt es hier:
http://www.pixum.de/viewalbum/?id=2116790
15.7.06 20:48


"Die Witwe" - Viktorianisches Trauerkleid

Die Witwe ist angelehnt an ein Tageskleid der späten Tournürenzeit. Schnitte von Truly Victorian. Drunter meine nagelneue Fischschwanznüre und ein Petti mit Spitzenrüsche am Saum. Basisrock ist aus schwarz gefärbtem Baumwoll-Karosatin, Oberzeugs aus schwarzem Baumwollchintz.
Deko am Rock aus schwarzer Spitze, Satinbändern, Maschinenstickerei, Rocailles und größeren Glasperlen. Das Oberteil hat eine Satinpaspel am unteren Rand und am Kragen, Manschetten und Kragen sind mit schwarzem Satinband verziert. Im Kragen eingenäht ist außerdem eine in Falten gelegte Baumwollspitze. Knöpfe aus mattschwarz lackiertem Zinn.



An mir sieht das Ganze etwas straffer aus, sitzt (hoffentlich) besser und hat auch hinten mehr Auslage als auf der Puppe. Durch das Gewicht der Reifen im Fischschwanz hat die Gute auch etwas Schlagseite bekommen, seid nachsichtig mit ihr

Leider war der Film voll, bevor ich alle Details knipsen konnte. Wenn ich wieder den Nerv dazu habe, bügle ich alles nochmal (wurde ja inzwischen getragen) und bemühe Thusneldi sowie meinen Schatz, der wieder den Baustrahler halten darf

Den Hut dazu besteht aus Buckram, Draht, Chintz, Satinband, Straußenfedern, Rocailles und wird mit einer Hutnadel gehalten.

Genug geschwafelt, hier die Bilder:
https://fotoalbum.web.de/gast/asterchen/viktorianische_Witwe
31.3.06 09:15


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